Kategorie: Sexwork

Ohlala – mit Pia Poppenreiter im Interview

Ohlala Logo Josefa

„Ich habe was großes vor“ …

… damit lockte mich Pia Victoria Poppenreiter vor 2 Wochen nach Berlin. Ein beeindruckendes Treffen mit einer mega beeindruckenden Powerfrau, die in den letzten Jahren mit ihrer App Ohlala für Aufsehen sorgte. 

We have sex work to do

Vor den Toren der Noah Conference

Wir trafen uns vor den Toren der Noah , machten Interviews und ich erfuhr von Pias Plänen. Gemeinsam mit ihrem Team wird sie mit einem ICO 100 Millionen sammeln und mit diesem Geld gewaltig am Image von Sex arbeiten. Was sie genau vor hat kannst du hier nachlesen. Ich finde es klingt äußerst spannend und wir sollten darüber diskutieren. Natürlich konnte ich mir ein Interview nicht verkneifen. Es stand unter dem Motto: „We all have sex work to do“, etwas dass auf jeder Agenda Platz finden sollte!

Es war ein toller Tag und ich bin mir sicher, wir werden noch einiges von Ohlala und Pia hören!

Wie geht schöner Analsex?

Josefa, Anal, Po
Wenn man im Netz Tipps und Anleitungen zu gutem Analsex sucht, kommt man leider in den meisten Fällen zu einer Menge dummes Zeug! Spekulationen über die sexuelle Orientierung, übertriebene Reinlichkeitsvorstellungen und wie das ganze so wirklich flutsch wird da auch nicht beschrieben. Wer braucht schon den erhobenen Zeigefinger? Naja wenn man möchte, dass etwas getan wir, muss man es halt selber machen. Gerne schließe ich die Lücke!
So wirklich warm bin ich mit dem Poposex erst vor ein paar Jahren geworden. Ausschlaggebend war ein Artikel in dem Pornodarsteller davon erzählten wie sie sich für ihre Drehs vorbereiten. Eine erzählte, dass sie es sich erst ein oder zweimal schön selbst macht, bevor sie sich an die Vorbereitungen für den Po macht. Ein sehr kluger Tipp!

Sexworker in Kunst, Kultur und Medien

Josefa Nereus Lichterkette

Vor ein paar Wochen saß ich mit Kolleginnen beim Essen und eine erwähnte Rocco Siffredi. Sofort schaute jede etwas träumend vor sich hin und rollte „Rocco“ vor sich hin. Neben der unglaublichen intensiven Ausstrahlung, ist er über 30 Jahre dem Sexbusiness treu und gleichzeitig erfolgreich in Familie, Beruf und der eigenen Entwicklung..? So oder so eine großartige Leistung! Wenn du aus der Branche unbedingt noch kennen solltest, verrate ich dir im Video.

Die Doku gibt es auf Netflix.
Hier der Trailer: http://de.euronews.com/2017/01/13/roc…

Exotic Cancer findest bei Instagram
https://www.instagram.com/exotic.cancer/

Und wenn du in Hamburg bist, lohnt sich ein Besuch hier
http://sankt-pauli-museum.de/

Wenn Sex dein Arbeit ist … Sexarbeit

Hotelzimmer, Escort, Sofitel

Erst als Sexarbeiterin ist mir bewusst geworden, wie negativ die Menschen um mich herum über Arbeit denken. Einige argumentieren damit, dass Arbeit, keinen Spaß machen kann und per se Intimität und ein Begegnen auf Augenhöhe verhindert. Ich frage mich, ob das wirklih so sein muss ..

Warum so negativ?

Wirkliche Einblicke in den Arbeitsalltag von Sexworker gibt es kaum, dass wollte ich ändern und dabei entstanden ist dieses Video, in dem ich die wichtigsten Arbeitsabläufe vorstelle, die meinen Arbeitsalltag prägen. Da Männer nicht vom Himmel regnen und das Geld auch nicht durchs Fenster fliegt ist Sexarbeit, wirklich – wer hätte es gedacht – mit Arbeit verbunden.
Je nach Ort, Tageszeit und Geschäftsmodell fallen einzelne Segmente weg, outgesourct oder werden durch andere erweitert.

Mein liebster Fetisch – Fußerotik

Josefa Frivol

Ein ganz besonderes Date steht an und meine Füße werden die Hauptrolle spielen. Ich drehe
heute nämlich einen Fetischporno ganz nach meinem Geschmack.
Schon in Pulp Fiction diskutieren Jules und Vince die Magie einer Fußmassage. Von einem
wahren Liebhaber verwöhnt zu werden ist mir immer wieder ein vergnügen und auch zu entdecken, wozu die kleinen Tapser noch im Stande sind…
Kurzum mein liebster Fetisch ist die Fußerotik

 

Von Ronja Räubertochter bis #metoo – Im Interview mit Kristina Marlen

Seil Kristina Marlen

Bei meiner Reise nach Berlin hatte ich das große Glück meine Kollegin Kristina Marlen kennen zu lernen. Sie arbeitet als Tantrische Domina und ist eine Bondage Expertin.
Gleichzeitig setzt sie sich für das Bild von Sexworkern ein und klärt über ihr Fachgebiet und ihre Gedanken dazu auf. Heute nimmt sie sich die Zeit mit uns über ihren Weg zur Sexarbeit zu sprechen und gibt uns Einblicke in ihr Verständnis von Grenzen und ihren Umgang damit. Einen sehr interessanten Austausch zu den Themen, Sexarbeit und der #metoo Bewegung darf dabei natürlich ebensowenig fehlen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und ich freue mich schon auf ein nächstes Mal!

Wie es ist, wenn Sex deine Arbeit ist

Josefa Nereus Escort Telefon

Ein Arbeitsalltag einer Hure

Was macht man als Sexarbeiterin an einem Arbeitstag? Wie viele von euch denken, der Job besteht aus Rumsitzen, die Beine breit machen und sonst nix?

Würde es nur ein Fingerschnippen erfordern um sexwillige Männer in mein Bett zu bekommen, wäre ich inzwischen eine schwer reiche Frau. Leider bekomme ich auf diese Weise keine Männer in mein Bett, weder privat noch beruflich. Willkommen in der Realität, in der Huren sich aktiv um ihre Kundschaft bemühen müssen!

Sex sells … Sex?

Es gibt Werbeplattformen, Communities und Netzwerke, auf denen mit erotischen Dienstleistungen aller Art geworben wird und sie sind bereits voll mit unzähligen bunten Angeboten von Konkurrentinnen. Wie schaffe ich es, hier für meine Zielgruppe sichtbar zu werden? Was kann und was möchte ich anbieten? … und womit davon erreiche ich Interesse? Diese Fragen müssen immer wieder aufs neue in Fotos, Texten und Profilen vermittelt und vom richtigen Adressat gefunden werden.

Es hört sich einfach an, aber mit diesen Antworten kann sich jeder einen sicheren Rahmen schaffen. Man muss sich ein Bild von dem Menschen machen, den man erreichen und von sich überzeugen möchte.

Gelingt es nicht, die Vorstellungen in reale Treffen umzusetzen, bedarf es einer Überarbeitung. Trial and error, bis man die Gäste findet, die zu einem passen oder sich eingesteht, dass man diese Aufgabe nicht bewältigen kann!

Ring … Sorry, ich muss mal kurz ans Telefon gehen …  

Das Telefon, eines meiner wichtigsten Werkzeuge einer Hure. Jeder von den 0 bis zu 50 Anfragen täglich kann dazu führen, dass ich für tollen Sex bezahlt werde oder ich meine Zeit mit einem Trottel verschwende. Eine Entscheidung, die ich mit höchster Konzentration, voller Aufmerksamkeit und einem aufgeschlossenen Wesen treffen muss. Mit Menschenkenntnis und kommunikativem Geschick entlocke ich meinem fremden Anrufer seine intimsten sexuellen Wünsche und entscheide, ob und wie eine Umsetzung davon mit mir möglich ist. Wie ich das anstelle und mich dabei zu 100% auf meine Fähigkeiten verlasse? Ich höre meinem Gegenüber wirklich sehr, sehr, sehr aufmerksam zu. Es geht auch, aber nicht nur, darum, was er wie sagt. Viel mehr achte ich darauf, was seine Worte in mir auslösen. Die meisten Anrufer bringen mich zum lächeln und ich habe Interesse sie kennenzulernen. Empfinde ich aber Unbehagen oder Abscheu bei seinen Worten, beende ich das Telefonat, ohne einen Termin vereinbart zu haben. Keine Frage, manche werden respektlos und widerlich, wenn sie abgewiesen werden und mancher Anrufer braucht gar keinen Grund, um unangenehm zu werden. Doch ich habe diese Typen am Telefon: Auflegen, Nummer blocken und niemals mehr von ihnen hören! Nur wer einen angenehmen Eindruck hinterlässt, wird eingeladen sich zu nähern.

Dann kommen wir jetzt zum vögeln?

Egal wo man sich trifft, es geht immer darum, einen sichere und angenehme Atmosphäre zu kreieren und zu erhalten. Dieser Raum ist nicht dafür da, uns von Gästen weitmöglichst zu distanzieren, sondern sie dorthin einzuladen. Wir führen offene Gespräche, erfahren von den intimsten Gedanken, Wünschen und Bedürfnissen. Mit viel Feingefühl, Geduld und Toleranz arbeiten sich Huren an Fragestellungen heran, bei denen Sexblogs, Ärzte und der Tratsch hinter vorgehaltener Hand aufhören. Wie bereite ich einem Mann Lust, dessen Penis nach Krebskrankheiten nicht mehr funktioniert? Was wünscht sich ein Ehepaar von mir in ihrer silberne Hochzeitsnacht? Oder wie funktioniert eine erotische Vorliebe für Kleidung einer vergangenen Dekade?

Früher habe ich solche Begegnungen gemieden und bin schnellen Fußes abgehauen. Doch mit der Zeit interessierte es mich, was sich dahinter verbirgt und welche Formen Sexualität annehmen kann. Ich arbeite gerne an den Antworten und verschaffe mir und anderen inspirierende Momente. Dabei erweitert sich der Horizont und das Können. So gibt es in der Branche Felatiokünstler, ebenso wie Kuschelspezialisten und Motivationsgenies, die Menschen wundervolle individuelle Momente verschaffen können.

An diesem Abend nach drei Gästen, zwölf Telefonaten und neunzehn E-Mails, mache ich ein kleines Päuschen, denn weitere Aufgaben warten bereits ungeduldig: Steuern, Wäscheberg und ich muss mal wieder Fotos von mir machen lassen … das Telefon klingelt. Es ist kurz vor 20 Uhr …

Es ist mehr Arbeit, als ich es mir zu Beginn je ausdenken konnte und die Risiken des Kleinunternehmertums nagen in diesen Tagen. Dennoch bin ich froh, dass ich es mich getraut habe. Meine Arbeit macht mich zufrieden, denn ihre Anforderungen passen mit meinen Stärken zusammen. Ich bin begabt darin, Menschen in meinen Bann zu ziehen und sich gut fühlen zu lassen. Daneben besitze ich ein gutes Gespür für Sexualität und was ich mit wem machen will und kann. Dabei habe ich keine Scheu sie abzuweisen, wenn ich merke, dass wir nicht harmonisieren. Gleichzeitig bin ich belastbar und habe genug Durchhaltevermögen, um die Selbstständigkeit zu managen. Die eigene Persönlichkeit und die eigenen passenden Voraussetzungen entscheiden über Fluch und Segen in der Sexarbeit!

Ein Filmtipp: SEXarbeiterin mit Lena Morgenroth

Josefa Lena Sexarbeiterin

 

Zum ersten Mal hörte ich von dem Filmprojet „SEXarbeiterin“ Ende 2014, als ich auf diesen Aufruf stieß. Die Sexarbeiter Lena Morgenroth und das Team um Sobo Swobodnik bewarben auf witzige Art und Weise ihre Idee und machten neugierig auf einen vielversprechenden Film. Ich bin fasziniert von der Achtsamkeit und dem Mut sich dem Thema in einer Dokumentation zu nähern, das Projekt durch Sexarbeit zu finanzieren und war sofort gespannt auf die Einblick, den der Film auf Lenas Lebensentwurf wirft. Im März 2016 durfte ich zusammen mit anderen dann endlich das fertige Werk bewundern. Für das lange Warten wurden die Zuschauer sehr belohnt. In ruhiger Weise ist ein Porträt entstanden indem eine junge Frau ihren Weg gefunden hat ihr Leben freie und selbstbestimmt zu gestallten. Das beinhaltet in Lenas Fall, viel Bahn fahren, kochen und essen mit lieb gewonnenen Menschen und das genießen von Körperlichkeit mit verschiedenen Männern und Frauen.

Ich persönlich freue mich sehr darüber, dass auch die schönen Seiten der Sexarbeit gezeigt werden und hoffe, dass Lena mit ihrer Arbeits- und Lebensweise als Vorbild verstanden wird, wie das Ziel Sexarbeit gestallten werden kann:  Menschlich, warm und für alle Beteiligten befriedigend!

In Hamburg können wir das Werk am 02.06.2016 ab 17.30 Uhr im B-Movie in der Brigittenstraße 5 – im Hinterhof bewundern. Danach sind alle herzlich eingeladen ihre Fragen u.a. an mich zu stellen und an einer regen Diskussion teilzunehmen. Wir freuen uns auf euren Besuch.

 

Sexarbeit – Motivation, Arbeitsmodelle und Selbstverwirklichung

Josefa Nereus Sexarbeiterin

Hinter dieser Überschrift steckt mein Vortrag zum Sexarbeits-Kongress 2016. Gleichzeitig ist mir ein intimes Portrait meiner Vorstellung von Sexualität gelungen. Ich bin sehr glücklich, dabei gewesen zu sein, um anderen von den schönen und positiven Seiten der Sexarbeit berichten zu können.

Motivation

Seit meiner ersten Masturbation gehört Sexualität in all ihren Formen zu meinen liebsten Beschäftigungen. Ich bin bis heute fasziniert von der Intensität und Vielfältigkeit, die das Thema bereithält. Der Kontakt zu Menschen, der Flirt und der Akt an sich sind für mich ein Vergnügen, dem ich mich gerne tagtäglich hingebe. Dabei möchte ich mich nicht auf einen Partner beschränken, sondern genieße mit wechselnden Partnern wechselnde Praktiken und Einflüsse. Keinem anderen Thema schenke ich so gerne meine Hingabe und meine Zeit. Als Mensch, der gerne viel Verkehr hat, muss man einiges an Zeit investieren. Besuche in Bars und Clubs, das Pflegen von Profilen auf Kontaktbörsen, endlose Gespräche mit potenziellen Sexualpartnern. Nicht zu vergessen: der Sex natürlich. Es bedeuten einen immensen Zeitaufwand, der neben einem regulären 40 Stunden Job kaum zufriedenstellend zu bewältigen ist. Eines kam in meinem Leben meist zu kurz. Zu meinem Nachteil war es meine eigene Sexualität. Oft hörte ich von anderen: „Warum nimmst du denn nicht gleich Geld dafür?“ und auch wenn sie es nicht so meinten: Es war für mich die perfekte Geschäftsidee! Lasse ich mich für den Sex bezahlen, den ich eh habe, kann ich es mir erlauben, weniger zu arbeiten und habe auf diese Weise mehr Freizeit.

Arbeitsmodelle

Die Sexarbeit bietet viele Arbeitsmodelle, die es ermöglichen, sich seine Arbeit flexibel an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. So stand ich zunächst vor einem Katalog von Fragen: Möchte ich lieber alleine oder mit anderen arbeiten, möchte ich mein Marketing selbst in die Hand nehmen oder an eine Agentur abgeben. Lieber am Tag oder in der Nacht arbeiten? Wo möchte ich überhaupt arbeiten? Auf der Straße, in einer Wohnung, in einem Bordell oder in Hotels. All diese Freiheiten standen und stehen mir zur Verfügung. Ich bin Selbstständige, eine Freiberuflerin und als solche niemandem unterstellt oder weisungsgebunden. Ich versichere mich selbst, zahle Steuern und entscheide, wann ich welche Anfragen nach welchen Kriterien annehme. Als Sekretärin, Mediengestalterin oder Entwicklerin konnte ich nicht frei entscheiden und wurde von Kunden, Vorgesetzten oder Kollegen schlecht behandelt. Ich konnte nicht wie heute meinem Ärger Luft machen und diese Personen auf meine Blacklist verbannen. Kaffee holen, Egos hätscheln oder die Visionen anderer umsetzen, dass gehörte in diesen Berufen zu meinem Alltag. Ich versichere ihnen, dies alles gehört nicht zu meinen bevorzugten Tätigkeiten. Ich verdiente mit diesen Berufen zu wenig, um mir die Freizeit gönnen, die ich möchte und ich erhalte nicht die Befriedigung, die ich mir von meiner Arbeit wünsche.

Selbstverwirklichung

Befriedigung, ein gutes Stichwort: Geld auf den Tisch, rein raus und abspritzen? Weit gefehlt! Als Sexdienstleisterin habe ich die Möglichkeit, Menschen dabei zu helfen, ihre Bedürfnisse nach Entspannung, Zärtlichkeit und Sexualität zu erfüllen. Ich spende ihnen Lebensfreude und Vitalität und in den meisten Fällen bekomme ich diese von ihnen zurück. Zum Beispiel von einem Geschäftsmann, der 60 Stunden in der Woche arbeitet und als Nomade durch die Welt reist. Er wünscht sich eine sinnliche Frau, die ihm die Nacht versüßt und darum ruft er mich an. Wir gehen aus und dabei bemerke ich, wie mein Gegenüber immer mehr zur Ruhe kommt. Er nimmt eine entspannte Körperhaltung ein und sein Lachen wird herzlich und unbekümmert. Wir verbringen einige schöne Stunden und gehen rechtzeitig schlafen, denn am nächsten Morgen hat er einen wichtigen Termin. Vor dem Aufstehen legt er sich in meine Arme und genießt einige Momente der Ruhe und Erholung, bevor er sich auf seinen Tag vorbereitet. Noch bevor wir uns verabschieden, betrachte ich seine Erscheinung, zupfe hier und da seinen Anzug zurecht und sage ihm, dass er umwerfend aussieht und an diesem Tag nichts schiefgehen kann. Am späten Abend bekomme ich eine SMS: „1000 Dank für die tolle Zeit! Der Tag verlief mehr als erfolgreich!“

Immer wieder arrangieren sich Männer damit, dass ihre Partnerinnen kein Interesse mehr am Sex haben oder die sexuellen Wünsche nicht übereinstimmen. Einer von ihnen wendet sich an mich, da ihm meine Ausstrahlung gefällt. Nach einem Telefonat ist er sich sicher, mit einer sexuell kompetenten Frau lustvolle Stunden zu erleben. Bei seinen Fantasien stehe ich ihm zur Seite, kann ihm die Grenzen des Machbaren aufzeigen und meine Kreativität und Lust einbringen. Er verschwand nach unserem Spiel im Badezimmer und pfiff dort ausgelassen ein Lied unter der Dusche. Nach einigen Wochen schrieb er mir, dass es ihm sehr gut getan hat, Zeit mit mir zu verbringen und er in seinem alltäglichen Leben mehr Ruhe gefunden hat. Ihm ist jetzt bewusst, dass er mir seinen Bedürfnissen nicht mehr alleine ist. Es gibt  Personen, mit denen er sie teilen kann.

Sie sehen, es geht nicht nur um Sex! Es geht um tiefe Bedürfnisse, Emotionen und Menschlichkeit. Die Menschen schenken mir ihr Vertrauen, um sorgsam mit ihren intimsten Wünschen umzugehen. Diese Wünsche sind selten abgedrehte Fantasien, sondern Spiele des ganz normalen Spektrums menschlicher Sexualität. Ich hole sie ab, wenn sie nach einem Tag gestresst sind, frustriert nach einer gescheiterten Beziehung oder sie unsicher sind, was ihre eigenen körperlichen Bedürfnissen angeht. Zusammen mit ihnen erarbeite ich Szenarien, in denen sie sich auf sich fokussieren könne, sich und ihren Körper spüren dürfen und fern von den wertenden Blicken der Gesellschaft loslassen und sie einfach sie selbst sein dürfen. Viele meiner Kunden nehmen dieses Gefühl mit in ihren Alltag hinein und werden ruhiger, ausgeglichener, fröhlicher. Etwas, das ich als Mediengestalterin, Sekretärin oder Entwicklerin nicht geschafft habe. Ich mache andere Menschen glücklich und zufrieden mit meiner Arbeit, während ich selbst glücklich und zufrieden mit meiner Arbeit bin!

Es war mir eine große Freude mit diesen Worten ein Teil des Kongresses gewesen zu sein und die Möglichkeit genutzt zu haben, Stimme zu ergreifen. Besonderen Dank an Johanna Weber!