Kategorie: Sexwork

Wie geht schöner Analsex?

Josefa, Anal, Po
Wenn man im Netz Tipps und Anleitungen zu gutem Analsex sucht, kommt man leider in den meisten Fällen zu einer Menge dummes Zeug! Spekulationen über die sexuelle Orientierung, übertriebene Reinlichkeitsvorstellungen und wie das ganze so wirklich flutsch wird da auch nicht beschrieben. Wer braucht schon den erhobenen Zeigefinger? Naja wenn man möchte, dass etwas getan wir, muss man es halt selber machen. Gerne schließe ich die Lücke!
So wirklich warm bin ich mit dem Poposex erst vor ein paar Jahren geworden. Ausschlaggebend war ein Artikel in dem Pornodarsteller davon erzählten wie sie sich für ihre Drehs vorbereiten. Eine erzählte, dass sie es sich erst ein oder zweimal schön selbst macht, bevor sie sich an die Vorbereitungen für den Po macht. Ein sehr kluger Tipp!

Sexworker in Kunst, Kultur und Medien

Josefa Nereus Lichterkette

Vor ein paar Wochen saß ich mit Kolleginnen beim Essen und eine erwähnte Rocco Siffredi. Sofort schaute jede etwas träumend vor sich hin und rollte „Rocco“ vor sich hin. Neben der unglaublichen intensiven Ausstrahlung, ist er über 30 Jahre dem Sexbusiness treu und gleichzeitig erfolgreich in Familie, Beruf und der eigenen Entwicklung..? So oder so eine großartige Leistung! Wenn du aus der Branche unbedingt noch kennen solltest, verrate ich dir im Video.

Die Doku gibt es auf Netflix.
Hier der Trailer: http://de.euronews.com/2017/01/13/roc…

Exotic Cancer findest bei Instagram
https://www.instagram.com/exotic.cancer/

Und wenn du in Hamburg bist, lohnt sich ein Besuch hier
http://sankt-pauli-museum.de/

Wenn Sex dein Arbeit ist … Sexarbeit

Hotelzimmer, Escort, Sofitel

Erst als Sexarbeiterin ist mir bewusst geworden, wie negativ die Menschen um mich herum über Arbeit denken. Einige argumentieren damit, dass Arbeit, keinen Spaß machen kann und per se Intimität und ein Begegnen auf Augenhöhe verhindert. Ich frage mich, ob das wirklih so sein muss ..

Warum so negativ?

Wirkliche Einblicke in den Arbeitsalltag von Sexworker gibt es kaum, dass wollte ich ändern und dabei entstanden ist dieses Video, in dem ich die wichtigsten Arbeitsabläufe vorstelle, die meinen Arbeitsalltag prägen. Da Männer nicht vom Himmel regnen und das Geld auch nicht durchs Fenster fliegt ist Sexarbeit, wirklich – wer hätte es gedacht – mit Arbeit verbunden.
Je nach Ort, Tageszeit und Geschäftsmodell fallen einzelne Segmente weg, outgesourct oder werden durch andere erweitert.

Wenn der Funke überspringt – Josefa bei BuzzFeed

Buzzfeed Logo

Mit meiner Arbeit in die Öffentlichkeit zu gehen war (auch für mich) eine gute Entscheidung. Besonders bei einem Video wie diesem, wird mir das glasklar!
BuzzFeed ist eine junge Redaktion, die auf den sozialen Plattformen Themen locker, kompakt und unterhaltsam aufarbeiten. Einen Ansatz, den ich klasse finde und selbst versuche mit meinen Videos umzusetzen. Dabei hat Jule Löffler (BuzzFeed) hervorragende Recherche
betrieben und eine Atmosphäre geschaffen, in der ich so spontan, offen und ehrlich sprechen
konnte.

Mein liebster Fetisch – Fußerotik

Josefa Frivol

Ein ganz besonderes Date steht an und meine Füße werden die Hauptrolle spielen. Ich drehe
heute nämlich einen Fetischporno ganz nach meinem Geschmack.
Schon in Pulp Fiction diskutieren Jules und Vince die Magie einer Fußmassage. Von einem
wahren Liebhaber verwöhnt zu werden ist mir immer wieder ein vergnügen und auch zu entdecken, wozu die kleinen Tapser noch im Stande sind…
Kurzum mein liebster Fetisch ist die Fußerotik

 

Von Ronja Räubertochter bis #metoo – Im Interview mit Kristina Marlen

Seil Kristina Marlen

Bei meiner Reise nach Berlin hatte ich das große Glück meine Kollegin Kristina Marlen kennen zu lernen. Sie arbeitet als Tantrische Domina und ist eine Bondage Expertin.
Gleichzeitig setzt sie sich für das Bild von Sexworkern ein und klärt über ihr Fachgebiet und ihre Gedanken dazu auf. Heute nimmt sie sich die Zeit mit uns über ihren Weg zur Sexarbeit zu sprechen und gibt uns Einblicke in ihr Verständnis von Grenzen und ihren Umgang damit. Einen sehr interessanten Austausch zu den Themen, Sexarbeit und der #metoo Bewegung darf dabei natürlich ebensowenig fehlen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und ich freue mich schon auf ein nächstes Mal!

Das erste Interview mit der Welt

Josefa, die Welt, Zeitung

In diesen Tagen musste ich oft an mein erstes Interview denken! Es sind bald 2 Jahre, dass ich mich mit der freundlichen Stimme vom Telefon traf, nur um zu reden.
Wir verbrachten etwa 2 Stunden im Hamburger Alex und ich genoss meine Schokolade und die Aussicht. Es machte mir Spaß, es beflügelte und ermächtigte mich über meine Arbeit und Beweggründe zu sprechen, ganz frei und selbstverständlich.

Hier geht es zum Artikel

Wie es ist, wenn Sex deine Arbeit ist

Josefa Nereus Escort Telefon

Ein Arbeitsalltag einer Hure

Was macht man als Sexarbeiterin an einem Arbeitstag? Wie viele von euch denken, der Job besteht aus Rumsitzen, die Beine breit machen und sonst nix?

Würde es nur ein Fingerschnippen erfordern um sexwillige Männer in mein Bett zu bekommen, wäre ich inzwischen eine schwer reiche Frau. Leider bekomme ich auf diese Weise keine Männer in mein Bett, weder privat noch beruflich. Willkommen in der Realität, in der Huren sich aktiv um ihre Kundschaft bemühen müssen!

Sex sells … Sex?

Es gibt Werbeplattformen, Communities und Netzwerke, auf denen mit erotischen Dienstleistungen aller Art geworben wird und sie sind bereits voll mit unzähligen bunten Angeboten von Konkurrentinnen. Wie schaffe ich es, hier für meine Zielgruppe sichtbar zu werden? Was kann und was möchte ich anbieten? … und womit davon erreiche ich Interesse? Diese Fragen müssen immer wieder aufs neue in Fotos, Texten und Profilen vermittelt und vom richtigen Adressat gefunden werden.

Es hört sich einfach an, aber mit diesen Antworten kann sich jeder einen sicheren Rahmen schaffen. Man muss sich ein Bild von dem Menschen machen, den man erreichen und von sich überzeugen möchte.

Gelingt es nicht, die Vorstellungen in reale Treffen umzusetzen, bedarf es einer Überarbeitung. Trial and error, bis man die Gäste findet, die zu einem passen oder sich eingesteht, dass man diese Aufgabe nicht bewältigen kann!

Ring … Sorry, ich muss mal kurz ans Telefon gehen …  

Das Telefon, eines meiner wichtigsten Werkzeuge einer Hure. Jeder von den 0 bis zu 50 Anfragen täglich kann dazu führen, dass ich für tollen Sex bezahlt werde oder ich meine Zeit mit einem Trottel verschwende. Eine Entscheidung, die ich mit höchster Konzentration, voller Aufmerksamkeit und einem aufgeschlossenen Wesen treffen muss. Mit Menschenkenntnis und kommunikativem Geschick entlocke ich meinem fremden Anrufer seine intimsten sexuellen Wünsche und entscheide, ob und wie eine Umsetzung davon mit mir möglich ist. Wie ich das anstelle und mich dabei zu 100% auf meine Fähigkeiten verlasse? Ich höre meinem Gegenüber wirklich sehr, sehr, sehr aufmerksam zu. Es geht auch, aber nicht nur, darum, was er wie sagt. Viel mehr achte ich darauf, was seine Worte in mir auslösen. Die meisten Anrufer bringen mich zum lächeln und ich habe Interesse sie kennenzulernen. Empfinde ich aber Unbehagen oder Abscheu bei seinen Worten, beende ich das Telefonat, ohne einen Termin vereinbart zu haben. Keine Frage, manche werden respektlos und widerlich, wenn sie abgewiesen werden und mancher Anrufer braucht gar keinen Grund, um unangenehm zu werden. Doch ich habe diese Typen am Telefon: Auflegen, Nummer blocken und niemals mehr von ihnen hören! Nur wer einen angenehmen Eindruck hinterlässt, wird eingeladen sich zu nähern.

Dann kommen wir jetzt zum vögeln?

Egal wo man sich trifft, es geht immer darum, einen sichere und angenehme Atmosphäre zu kreieren und zu erhalten. Dieser Raum ist nicht dafür da, uns von Gästen weitmöglichst zu distanzieren, sondern sie dorthin einzuladen. Wir führen offene Gespräche, erfahren von den intimsten Gedanken, Wünschen und Bedürfnissen. Mit viel Feingefühl, Geduld und Toleranz arbeiten sich Huren an Fragestellungen heran, bei denen Sexblogs, Ärzte und der Tratsch hinter vorgehaltener Hand aufhören. Wie bereite ich einem Mann Lust, dessen Penis nach Krebskrankheiten nicht mehr funktioniert? Was wünscht sich ein Ehepaar von mir in ihrer silberne Hochzeitsnacht? Oder wie funktioniert eine erotische Vorliebe für Kleidung einer vergangenen Dekade?

Früher habe ich solche Begegnungen gemieden und bin schnellen Fußes abgehauen. Doch mit der Zeit interessierte es mich, was sich dahinter verbirgt und welche Formen Sexualität annehmen kann. Ich arbeite gerne an den Antworten und verschaffe mir und anderen inspirierende Momente. Dabei erweitert sich der Horizont und das Können. So gibt es in der Branche Felatiokünstler, ebenso wie Kuschelspezialisten und Motivationsgenies, die Menschen wundervolle individuelle Momente verschaffen können.

An diesem Abend nach drei Gästen, zwölf Telefonaten und neunzehn E-Mails, mache ich ein kleines Päuschen, denn weitere Aufgaben warten bereits ungeduldig: Steuern, Wäscheberg und ich muss mal wieder Fotos von mir machen lassen … das Telefon klingelt. Es ist kurz vor 20 Uhr …

Es ist mehr Arbeit, als ich es mir zu Beginn je ausdenken konnte und die Risiken des Kleinunternehmertums nagen in diesen Tagen. Dennoch bin ich froh, dass ich es mich getraut habe. Meine Arbeit macht mich zufrieden, denn ihre Anforderungen passen mit meinen Stärken zusammen. Ich bin begabt darin, Menschen in meinen Bann zu ziehen und sich gut fühlen zu lassen. Daneben besitze ich ein gutes Gespür für Sexualität und was ich mit wem machen will und kann. Dabei habe ich keine Scheu sie abzuweisen, wenn ich merke, dass wir nicht harmonisieren. Gleichzeitig bin ich belastbar und habe genug Durchhaltevermögen, um die Selbstständigkeit zu managen. Die eigene Persönlichkeit und die eigenen passenden Voraussetzungen entscheiden über Fluch und Segen in der Sexarbeit!

Ein Filmtipp: SEXarbeiterin mit Lena Morgenroth

Josefa Lena Sexarbeiterin

 

Zum ersten Mal hörte ich von dem Filmprojet „SEXarbeiterin“ Ende 2014, als ich auf diesen Aufruf stieß. Die Sexarbeiter Lena Morgenroth und das Team um Sobo Swobodnik bewarben auf witzige Art und Weise ihre Idee und machten neugierig auf einen vielversprechenden Film. Ich bin fasziniert von der Achtsamkeit und dem Mut sich dem Thema in einer Dokumentation zu nähern, das Projekt durch Sexarbeit zu finanzieren und war sofort gespannt auf die Einblick, den der Film auf Lenas Lebensentwurf wirft. Im März 2016 durfte ich zusammen mit anderen dann endlich das fertige Werk bewundern. Für das lange Warten wurden die Zuschauer sehr belohnt. In ruhiger Weise ist ein Porträt entstanden indem eine junge Frau ihren Weg gefunden hat ihr Leben freie und selbstbestimmt zu gestallten. Das beinhaltet in Lenas Fall, viel Bahn fahren, kochen und essen mit lieb gewonnenen Menschen und das genießen von Körperlichkeit mit verschiedenen Männern und Frauen.

Ich persönlich freue mich sehr darüber, dass auch die schönen Seiten der Sexarbeit gezeigt werden und hoffe, dass Lena mit ihrer Arbeits- und Lebensweise als Vorbild verstanden wird, wie das Ziel Sexarbeit gestallten werden kann:  Menschlich, warm und für alle Beteiligten befriedigend!

In Hamburg können wir das Werk am 02.06.2016 ab 17.30 Uhr im B-Movie in der Brigittenstraße 5 – im Hinterhof bewundern. Danach sind alle herzlich eingeladen ihre Fragen u.a. an mich zu stellen und an einer regen Diskussion teilzunehmen. Wir freuen uns auf euren Besuch.