Kann ich einen Laden zum Arbeiten empfehlen?

Die Wahl deines Arbeitsplatzes ist eine Angelegenheit, die nur du allein aussuchen kannst. Was für mich ideal ist, muss es noch lange nicht für dich sein. Gerade in ländlichen Gebieten gibt es wenig Auswahl und was Honorare, Mieten und Beteiligungen angeht verdienen manche Zulieferer gerne fleißig mit. Sei wachsam und überlege, was für dich akzeptabel und passend ist.

Also kommen wir zu der Frage: Kannst du einen Laden empfehlen? Ihr fragt immer wieder. Kannst du mir eine Agentur, Studio, Club what ever empfehlen? Heute gibt es meine Antwort: nein! 
Aber ich habe ein paar Tipps für euch, wie ihr das gut entscheiden könnt.

Impressum
Ein Punkt auf den du achten kannst ist das Impressum. Auch Zulieferer in der Sexarbeit halten sich gerne bedeckt, auch sie trifft das Stigma hart. Dennoch sollten sie eine Adresse in Deutschland angeben und einen Klarnamen sollte das ganze auch haben. Manchmal werden hier Anwälte eingetragen oder andere reale Personen über die man jemanden zur Verantwortung zeihen kann.  Manchmal sieht man auch komische Konstrukte mit Adressen in Asien, England oder anderen Ländern …
Möchte ich, dass diese Menschen Kunden für mich aussuchen mit denen ich Sex haben soll, die dieses Verhalten an den Tag legen? Diese Frage solltest du dir immer und immer wieder stellen, bei allem was mit deinem evtl. zukünftigen Arbeitsplatz zu tun hat. 

Online Recherche in Foren
Du findest nichts zu denen? Entweder sind sie neu am Markt und sind branchenfremd. Als Althure ist das vielleicht kein Ding, aber wenn du selber ganz neu bist, vielleicht nicht die richtigen Partner*Innen. Manchmal brauchen Leute einen neuen Namen im Gewerbe, dass ist nie ein gutes Zeichen, finde ich.

Du findest Kunden, die sich über ein Escort beschweren? Wie reagiert die Agentur? Verteidigt die diplomatisch ihre Auftraggeberin?
Wenn du vor Ort bist, lohnt es sich immer darauf zu achten, wie ist der Umgangston, wie fühlt es sich hier für mich an. Es sollte kein Problem sein, im Pausenraum Kolleg*Innen anzusprechen und mal zu fragen, wie lange die dort arbeiten und ob es Probleme mit Rechnungen oder sonstigen Sachen gab.
Auch interessant ist es zu schauen, wo und wie Werbung gemacht wird. Welche Portale werden genutzt, machen die regelmäßig Werbung, machen sie bezahlte Werbung oder betreuen einen Social Media Account mit Reichweite. Wie soll ich überhaupt vermarktet werden und wie finde ich das ist hier definitiv eine Frage, die du dir beantworten solltest.

Die Gesetztgebung ist in den letzten Jahren immer strenger geworden und nach den Auflagen der Behörden zu arbeiten und verwalten ist leider diskriminierend und an vielen Stellen kriminell. Darum kann es sein, dass du einen tollen Laden hast mit sauberen, gutbezahlten Arbeitsplätzen, der dich nicht bei der Behörde registriert und die Drecksbude, wo die Cops 3 Mal im Monat Razzia machen gilt als Behöreden-Liebling. Nehmt euch also wirklich Zeit, recherchiert und beobachtet diese Unternehmen ein paar Wochen und macht euch selbst einen Eindruck.

Ich hoffe dass ihr was für euch rausziehen konntet, im Grunde sind diese Sachen auf jeden Job anwendbar.